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Abschrecken
Abschrecken
Rasches Abkühlen eines Werkstückes aus einem Wärmebehandlungsprozess. Hierbei wird ein Werkstück aus genau festgelegten Temperaturbereichen schneller als an ruhender Luft abgekühlt, indem es z.B. in Öl, oder Wasser getaucht wird.
Ziel des Abschreckens ist die Unterdrückung von Gitterumwandlungen oder Diffusions-prozessen, um ein bestimmtes Gefüge zu erzielen
Alexanderformel
Alexanderformel
E.M. Alexander von Steel Co., Kanada hat in den 70-er Jahren ein Formelwerk zur Vorausberechnung der Belastbarkeit und der Art des Ausfalls von Gewindeverbindungen entwickelt. Diese Verfahren finden heute nur noch Anwendung für nicht genormte Schraubenverbindungen.
Die von Fastenrath hergestellten Produkte mit metrischem Gewinde basieren auf den Normvorgaben der DIN En 20 898 Teil 2 (entspricht ISO 898 Teil2) und DIN EN ISO 898 Teil 6 (entspricht ISO 898 Teil 6). Siehe auch Tabelle „Festgkeitsklassen für Muttern“ auf der Fastenrath-Homepage.
Allgemeintoleranz
Allgemeintoleranz
Für Maße ohne Toleranzangabe (Freimaße) gelten die Allgemeintoleranzen, die nach Nennmaßbereichen und den Toleranzklassen (fein, mittel, grob und sehr grob) unterteilt sind. Allgemeintoleranzen für Längenmaße gelten für Durchmesser, Innen- und Außenmaße sowie für Lochabstände. Allgemeintoleranzen für Rundungshalbmesser und Fasen gelten auch für Schrägungen. Die Grenzabmaße der Toleranzklassen sind nach DIN ISO 2786 genormt.
Anlassen
Anlassen
Erwärmen nach vorausgegangenem Härten. Veränderung des Martensitgefüges, gehärtete Werkstücke verlieren ihre Sprödigkeit und durch das Abschrecken entstandenen Spannungen zwischen 150 – 250 °C bei unlegierten und niedriglegierten Stählen und zwischen 500 – 600 °C bei hochlegierten Stählen.
Wurde ein Stahl durch schnelles Abschrecken aus dem Austenitgebiet in ein martensitisches Gefüge umgewandelt, ist er zunächst zu hart und spröde für eine technische Nutzung. Erwärmt man aber den Martensit anschließend, erhält der Kohlenstoff die Gelegenheit, in gewissen Mengen in Form von Carbiden aus dem Martensitgitter auszuscheiden. Das Erwärmen eines Stahls auf 200 bis 400 °C wird als Anlassen (DIN 17014) bezeichnet. Das durch das Anlassen entstandene Vergütungsgefüge ist ein Gefüge mit erhöhter Festigkeit bei ausreichend guter Verformbarkeit.
Aufkohlen
Aufkohlen
Durch vorheriges Eindiffundieren von Kohlenstoff (Aufkohlen) in die Werkstückoberfläche erhöht sich die Oberflächenhärte bei Einsatzhärten bzw. Einsatzvergüten.
Siehe: Einsatzhärten
Aushärten
Aushärten
Wärmebehandlung bei legierten Stählen und Aluminiumlegierungen unter Ausnutzung der Temperaturabhängigkeit des Lösungsvermögens von Mischkristallen, bestehend in Lösungsglühen, Abschrecken und Halten bei Raumtemperatur (Kaltauslagern) oder bei höheren Temperaturen (Warmauslagern), um die mechanischen Eigenschaften zu verändern.
Während der Auslagerung kommt es zu feinverteilten Nitridbindungen innerhalb der Körner, die die Härte steigern.
Austenit
Austenit
Oberhalb der GSE-Linie und im Eisen-Kohlenstoff-Diagramm findet man Gamma-Mischkristalle. Dieses Austenit ist unter Normalbedingungen nur oberhalb 911 °C beständig; durch Legierungszusätze (Ni, Mn) und Abschrecken auch bei Raumtemperatur beständig).
Das Austenitgefüge ist nicht magnetisch, zäh und durch Kaltverfestigung härtbar (Mangan-, Nickel-, Chrom-Nickel-Stähle). Es besitzt hohe Warmfestigkeit, gute Korrosions- und Zunderbeständigkeit.
Austenitbildung
Austenitbildung
Kühlt man flüssiges Eisen langsam ab, so scheiden sich aus der Schmelze Mischkristalle aus, sobald die Schmelztemperatur unterschritten ist. Diese Mischkristalle weisen zunächst ein kubisch raumzentriertes (krz) Gitter auf. Bei weiterer Abkühlung kommt es zu einem Umklappen dieses Kristallgitters, der entstandene Mischkristall ist kubisch flächenzentriert (kfz). Der Existenzbereich dieses sogenannten Austenits oder auch Gamma- Mischkristalls liegt etwa zwischen 1.392 und 911 °C. Durch Zusätze an Austenitbildern, wie Ni, Co, Mn, C, N, Cu und Zn kann man den Existenzbereich des Austenits erweitern.
Austenitische Stähle
Austenitische Stähle
Austenitische Stähle sind Mangan- oder nickellegierte Stähle. Diese Stähle sind nicht magnetisierbar. Zu ihnen zählen die nichtrostenden Chrom- Nickel-Stähle, die Mn-legierten verschließfesten sowie die amagnetischen Stähle.
B
Beanspruchungsart
Beanspruchungsart
Werkstücke können auf vielerlei Arten beansprucht werden:
Bei mechanischer Verformung treten Zug-, Druck-, Scher-, Biege-, oder Torsionsspannungen auf, die sich überlagern können (ein- oder mehrachsige Spannungszustände).
Bei der mechanischen Beanspruchung unterscheidet man zwischen statischer und dynamischer Belastung.
Daneben gibt es die Oberflächenbeanspruchung, von denen hier besonders thermische (Passivierung, Oxidation/Verzunderung), elektrochemische (Korrosion) und tribologische (Verschleiß, Reibung) interessieren.
Beizen
Beizen
Chemische oder elektrochemische Behandlungsverfahren zur Erzielung einer blanken Oberfläche. Wichtigste Beizmittel sind verdünnte Salzsäure oder Schwefelsäure.
Mit diesem Verfahren sind von der Oberfläche zu entfernen: Zunder, Korrosionsprodukte, Fette/Öle. Chemisch beständige Stähle werden nach dem Beizen passiviert (Passivierung). Zu beachten ist hierbei die verminderte Formänderungsfähigkeit und bei vergüteten Teilen die Bruchgefahr bedingt durch Wasserstoffeinwanderung. (Wasserstoffinduzierter Sprödbruch).
Siehe: Wasserstoffversprödung
Biegung
Biegung
Greift eine Kraft an dem freien Ende eines Stabes, dessen anderes Ende eingespannt ist, quer zur Längsachse an und weicht der Kraftangriffspunkt in Richtung der Kraft aus, so erfährt der Körper eine Biegung.
Dabei wirken in dem Körper sowohl Zug- als auch Druckkräfte, die sich gegenseitig aufheben. Zug- und Druckbereich sind durch die neutrale Faser voneinander getrennt. Die maximale Zugspannung trifft an der Kraftangriffsseite, die maximale Druckspannung an der gegenüberliegenden Seite auf.
Bondern
Bondern
Durch chemische Behandlung der Stahloberfläche bilden sich Phosphatschichten, die als reduzierter Korrosionsschutz, als Grundierung für Anstriche oder auch zur Verminderung der Reibung beim Umformen dienen.
Siehe: Phosphatieren
Brinellhärte
Brinellhärte
Härtemessverfahren unter Verwendung einer gehärteten Kugel mit definiertem Durchmesser, die mit Prüfkraft F senkrecht auf eine die zu prüfende Fläche wirkt. Die Prüfkraft ist innerhalb einer definierten Zeitspanne (zwei bis acht Sekunden) aufzubringen; die Einwirkzeit muss zwischen 10 und 15 Sekunden betragen. Aus dem Durchmesser des Eindrucks und der Prüfkraft errechnet sich die Brinellhärte (HB).
Das Brinellhärtemessverfahren kommt bevorzugt bei Eisenbasiswerkstoffen oder NE-Legierungen zur Anwendung.
Bruchdehnung
Bruchdehnung
Die Drehung beim Bruch ist der Quotient aus der im Augenblick des Bruches gemessenen Änderung der Messlänge und der ursprünglichen Messlänge der Probe.
Brucheinschnürung
Brucheinschnürung
Die auf den Anfangsquerschnitt einer Zugprobe bezogene größte bleibende Querschnittsänderung bis zum Bruch – in Prozent. Sie ist ein Maß für die Zähigkeit des Werkstoffs.
Brünieren
Brünieren
Oberflächenbehandlung mit oxidierend wirkenden Salzlösungen, die man aufträgt und eintrocknen lässt. In kochendem Wasser oder Dampf bildet sich schwarzes Eisenoxidul (Reduktionsprodukt aus Eisenoxyd). Es dient zur Veredelung von Oberflächen und zum Schutz gegen Korrosion.
C
CAD
CAD
Steht für Computer Aided Design (computerunterstütztes Konstruieren). Es umfasst den gesamten Konstruktionsprozess – von der Konzeptentwicklung über die Formgebung, die allgemeine technische Berechnung bis zur Konstruktion, einschließlich der Stücklisten. Die erstellte Zeichnung kann über einen Plotter oder Drucker ausgegeben werden. Fastenrath setzt das CAD-Programm LogoCAD ein. Zur elektronischen Übertragung von Zeichnungen steht als Schnittstelle zur Verfügung: DXF-2D
CAQ
CAQ
Ist die Abkürzung für Computer Aided Quality Assurance. Modular aufgebautes System zur unternehmensweiten Qualitätssicherung. Die gebräuchlichsten Komponenten sind:
SPC, statistische Prozesskontrolle zur Erfassung und Auswertung von Messdaten
Prüfplanung
Wareneingang / Warenausgang
Raklamationsbearbeitung
Prüfmittelüberwachung / Prüfmittelfähigkeit
Chrom-Nickel-Stahl
Chrom-Nickel-Stahl
Siehe: austenitische Stähle
Chrom-VI
Chrom-VI
Zur Erhöhung der Korrosionsbeständigkeit verzinkter Oberflächen erfolgt eine Chromatierung. Diese Chromatierung erfolgt durch Einsatz von Chrom-VI-haltigen Chemikalien. Der Chrom-VI-Gehalt ist unabhängig von der Schichtstärke des aufgebrachten Zinks, die Oberfläche und die Farbe der Chromatierung bestimmt die Masse des Chrom-VI. Empfehlungen zu den bekannten Chromatierungsfarben:
Transparent / Blau 2 Mikrogramm / Quadratzentimeter
Gelb 10 “ 2 Mikrogramm / Quadratzentimeter
Oliv 15 “ 2 Mikrogramm / Quadratzentimeter
Schwarz 15 “ 2 Mikrogramm / Quadratzentimeter
Nach der EU-Altautoverordnung darf ein Fahrzeug bis 3,5 to zulässiges Gesamtgewicht max. 2g Chrom-VI enthalten, ab dem 01.07.2003 ist die Verwendung ganz untersagt.
Chromatieren
Chromatieren
Das Chromatieren wird nach der galvanischen Verzinkung durchgeführt. Hierbei handelt es sich um eine zusätzliche „Verdichtung“ der Oberfläche, die als kleinen Plättchen aufliegende Zinkschicht wird durch Behandlung in sauren oder alkalischen Lösungen zum Verschmelzen gebracht. (siehe auch DIN 50 941)
Chromieren
Chromieren
Thermochemische Anreicherung der Randschicht eines Werkstücks mit Chrom.
CMK
CMK (Maschienenfähigkeitsindex)
Statistischer Wert zur Überprüfung der Fertigungseinrichtung auf systematische Störungsgrößen. Fastenrath entnimmt der ersten Serienfertigung 100 Teile, die vermessen und statistisch ausgewertet werden.
CPK
CPK (Prozessfähigkeitsindex)
Statistischer Wert zur Überprüfung der Lage und Streuung von Messwerten während der Fertigung.
D
D-Teile
D-Teile
Dokumentationspflichtige Teile. Produkte mit Merkmalen, die die aktive / passive Sicherheit beeinflussen. Die Dokumentation für D-Teile unterliegt einer speziellen Archivierung.
Dacromet
Dacromet
Anorganisch-metallische Zinklamellenbeschichtung. In Form von Einzel- oder Mehrfachschichten sind Schichtstärken von 4 bis 8 m zu erzielen. Die Produkte Dacromet 320 oder 500 bestehen hauptsächlich aus Zink- und Aluminiumlamellen, die in einem mineralischen Bindemittel eingebettet sind, in das zusätzlich auch Gleitmittel integriert sein kann. Das im Tauch-Schleuder-Verfahren auf Schüttgut oder Gestellware aufgebrachte Material wird bei ca. 300 °C eingebrannt. Durch die grundsätzliche Vermeidung einer Wasserstoffversprödung hat das umweltfreundliche Verfahren besonders bei der Beschichtung von Verbindungselementen und Sicherheitsteilen im Automobilbau eine breite Anwendung gefunden. Die Dacromet-Beschichtung ist Chrom-VI-haltig, als Anhaltswert gilt 20 Mikrogramm / Quadratzentimeter Oberfläche.
Dehngrenze Rp
Dehngrenze Rp
Die Dehngrenze ist ein Kennwert aus dem Zugversuch. Eine stabförmige Probe mit definiertem Querschnitt wird mit langsam zunehmender Last bis zum Bruch belastet. Die Dehnung ist am Verlauf der Hookschen Gerade ersichtlich.
Man unterscheidet:
die 0,01 %-Dehngrenze Rp0,01, die auch als „Technische Elastizitätsgrenze“ (bleibende Dehnung) bezeichnet wird.
die 0,2%-Dehngrenze oder Rp0,2 (Ende der Hookschen Gerade)
die 1%-Dehngrenze oder Rp1 bei höheren Temperaturen.
Deltaferritbildung
Siehe: Wasserstoffversprödung
Deltaseal
Deltaseal
Siehe: Deltatone
Deltatone
Deltatone
Deltatone und Deltaseal- Verfahren wurden als Alternative zu galvanisch abgeschiedenen Schutzschichten entwickelt und finden heute hauptsächlich dort Anwendung, wo sehr hohe Anforderungen an den Korrosionsschutz gestellt werden.
Deltatone ist eine anorganische, silberfarbene, elektrisch leitende Beschichtung, die zu 85 % aus Zink und Aluminiumlamellen besteht. Die Oberfläche wird durch ein- bzw. zweimaliges Tauschschleudern aufgetragen und anschließend bei ca. 180 bis 200 °C eingebrannt. Je nach Schichtdicke von 10 bis 23 m ergeben sich Korrosionsschutzzeiten beim Salzsprühnebeltest von 120 bis 1000 Stunden. Durch die elektrische Leitfähigkeit ergibt sich ein kathodischer Korrosionsschutz.
Deltaseal ist eine organische Beschichtung, die in einer Schichtdicke von 10 bis 12 m 48 bis 90 Stunden Salzsprühnebeltest garantiert. Die Oberfläche ist elektrisch nicht leitend (keine Kontaktkorrosion), lebensmittelecht und reduziert gegenüber Deltatone den Reibwert. Dies, und die Möglichkeit, neben den Standardfarben Silber und Schwarz auch Rot, Grün oder Blau zu fertigen, führt häufig zu einer Kombination von Deltatone und Deltaseal.
Dichte
Dichte
Die Dichte eines Stoffes gibt man an durch Angabe der Masse (Gewicht) pro Volumeneinheit. Die Einheiten der Dichte sind kg/dm^3, g/cm^3 oder to/m^3 für Feststoffe und Flüssigkeiten sowie kg/m^3 für Gase. Die Dichte für Stahl beträgt 7,85 g/cm^3, d. h., ein Würfel von 1 cm Kantenlänge wiegt 7,85 g. Auf der Dichte beruht auch die Unterscheidung von Leicht- und Schwermetallen (5 kg/dm^3).
Dickschichtpassivierung
Dickschichtpassivierung
Von der Automobilindustrie wird der Verzicht auf Chrom(VI)-haltige Chromatierungen gefordert. Dabei wird zunehmend die Dickschichtpassivierung favorisiert, die grünlich gefärbte Schichten von etwa 250-500 nm erzeugt.(1 nm = Nanometer entspricht 10^3 m = Mikrometer).
Auf Basis dreiwertiger Chromverbindungen erzeugt die Dickschichtpassiverung Chrom(VI)-freie Passivierungsschichten mit hoher eständigkeit. Bei Trommelware werden bei vielen Teilen Weißrostbeständigkeiten von etwa 144 h – 240 h im neutralen Salzsprühnebeltest erreicht, bei optimierter Anlagentechnik auch darüber. Die Schichten behalten den hohen Korrosionsschutz auch unter Temperatureinwirkung bis 210 °C. Durch eine zusätzliche Versiegelung kann der Korrosionsschutz weiter gesteigert werden.
Drahtdurchmesser
Drahtdurchmesser
Wesentliche Komponente bei der konstruktiven Auslegung von Kaltfließpressteielen. Bedingt durch das mechanische Abscheren des Drahtes kann eine unregelmäßige Stirnfläche entstehen, die bei der nachfolgenden Verformung zu Oberflächenrissen führen kann. Je dünner der Drahtdurchmesser, desto geringer ist die Gefahr der Rissbildung. Bei Muttern kann man die kritische Stirnfläche beim Lochen des Kernloches weitgehendst entfernen.
Druckversuch
Druckversuch
Gibt Aufschluss über das Werkstoffverhalten unter einachsiger, gleichmäßig über den Probenquerschnitt verteilter Druckbeanspruchung. Man erreicht größere Formänderungen als beim Zugversuch. Der Versuchsverlauf wird in Form eines Diagramms dokumentiert, in dem die Druckspannung über der Stauchung aufgetragen ist. Die charakteristischen Größen sind die Druckfestigkeit, die 0,2- oder 2-%-Stauchgrenze, die natürliche Quetschgrenze, die Bruchstauchung und die Bruchausbauchung. (DIN 50 106)
E
Einhärtetiefe (Eht)
Einhärtetiefe (Eht)
Angabe in mm, wie tief ein Werkstück an der Oberfläche gehärtet ist oder gehärtet werden soll.
Siehe: Einsatzhärten
Einsatzhärten
Einsatzhärten
Einsatzhärten ist eine Oberflächenhärtung von Stahl mit örtlicher Änderung der chemischen Zusammensetzung. Die Ausführung erfolgt in zwei Stufen, die zeitlich getrennt sein können: Einsetzen, d. h. oberflächliches Aufkohlen kohlenstoffarmen Stahls, und Härten. Die Aufkohlung beruht auf Eindiffundieren und Lösen des Kohlenstoffes bei Temperaturen von ca. 850 – 950 °C. Es stehen feste, flüssige und gasförmige aufkohlungsmittel zur Verfügung. Für die Großserienfertigung setzt man überwiegend gasförmige Medien ein, z.B. Methan CH4 oder Propan C3H3. Beim nachfolgenden Härten aus ergeben sich Einhärtungstiefen (Einsatztiefe) von 0,3 bis 4 mm. Das Härten nach dem Aufkohlen kann direkt aus dem Einsatz oder durch zweites Erwärmen erfolgen. Das Karbonitrieren ist ein Gaseinsatzhärten, wobei dem Trägergas Propan bzw. Methan noch 3-30% Ammoniakgas (NH3) zugesetzt wird. Danach enthält die Randzone zusätzlich zu 0,6-0,9 % C noch 0,4-2 % N, was die Reibverschleißfestigkeit steigert.
Einsatzstähle
Einsatzstähle
Sind gemäß DIN EN 10277, Teil 4, alle Baustähle mit relativ niedrigem C-Gehalt, die an der Oberfläche aufgekohlt, gegebenenfalls aufgestickt und anschließend gehärtet werden. Der Kern bleibt weich, die Oberfläche weist eine hohe Härte und guten Verschleißwiderstand auf.
Einsatztiefe
Einsatztiefe
Siehe: Einsatzhärten
Einschnürung
Einschnürung
Siehe: Brucheinschnürung
Eisen-Kohlenstoff-Diagramm
Eisen-Kohlenstoff-Diagramm
Das Eisen-Kohlenstoff-Diagramm beschriebt die verschiedenen Gefügezustände von unlegiertem Stahl. Je nach Verhältnis zwischen Eisen- und Kohlenstoffanteil sowie dem Temperaturbereich ergeben sich unterschiedliche Gefügearten:
Stahl mit 0,9 % C-Gehalt ist ein ausgeglichenes Gemenge von Ferrit und Eisenkarbid, d.h. es ist mit C gesättigt und bildet deswegen einheitliche Kristalle, die man wegen ihres perlmuttartigen Aussehens Perlit nennt.
Stahl mit 0,9 % C-Gehalt enthält zu wenig C um ein einheitliches, nur aus Perlitkkristallen bestehendes Gefüge bilden zu können. Es bleibt noch Ferrit übrig. Dieses unausgeglichene Gefüge bezeichnet man als Ferrit-Perlit.
Stahl mit mehr als 0,9 % C-Gehalt enthält so viel C, dass nach der Bildung von Perlit noch Eisenkarbid (Zementit) übrig bleibt. Der Stahl ist mit C übersättigt. Er ist ebenfalls ausgeglichen, sein Gefüge wird als Perlit-Zementit bezeichnet.
Unter Temperatureinfluss vollziehen sich Gefügeumwandlungen, es bilden sich unter gewissen Voraussetzungen Austenit und Martensit. Durch die Reduzierung der Abkühlgeschwindigkeit kann man gezielt Gefüge erzielen, die für das Härten und Glühen von Stahl Grundlage sind. Die Curie-Temperatur (Punkt M bzw. 0 für 0,5 % C) begrenzt den Ferromagnetismus. Bei 911 °C findet der Wechsel zwischen kfz- und krz-Gitter bei reineisen statt (Punkt G). Punkt C bezeichnet das Eutektikum. An diesem Punkt befindet sich ausschließlich mit C gesättigter Stahl und somit ein rein perlitisches Gefüge.
Elastizitätsmodul
Elastizitätsmodul (E-Modul)
Das E-Modul ist eine theoretische Rechengröße als nicht realisierbare Spannung für 100 % Dehnung eines Werkstoffes. Diese Werkstoffkonstante (für übliche Stähle 2,1 x 10^1 N/cm^2) bezeichnet man auch als „Federkonstante“ des Metalls. Je mehr und leichter ein Metall elastischdehnbar ist, desto kleiner ist sein E-Modul.
Eloxieren
Eloxieren
Eloxieren, Eloxalverfahren = Elektrisch oxydiertes Aluminium Mit Hilfe des elektrischen Stroms erzeugt man auf der Aluminiumoberfläche eine Oxydschicht. Diese wächst nach innen und ist somit fest mit dem Grundmaterial verbunden, wobei die Maßhaltigkeit der Produkte bestehen bleibt. Die poröse Schicht ist sehr hart, elektrisch nicht leitend und kann leicht gefärbt oder auch durch nachträgliches Fetten gegen Korrosion geschützt werden.
Endprüfung
Endprüfung
Abschließende Bewertung von Produkten vor Auslieferung, bei modernen QM-Systemen mit Werkerselbstprüfung reduziert auf eine Identprüfung.
Entbondern
Entbondern
Chemisches Abbeizen der Phosphatschicht (siehe Bondern) vom Fertigprodukt, die zur Verbesserung der Umformung auf das Vormaterial aufgebracht wurde.
Entgraten
Entgraten
Bei der mechanischen Bearbeitung von Produkten entsteht bei den meisten Verfahren ein Grat (=scharfkantige Erhebung) an Kanten und Rändern von Werkstücken.Dies führt zu Funktionsstörungen des Bauteils. Zum Entfernen des Grats setzt man heute neben elektrochemischen Verfahren vor Allem das Rollen und Gleitschleifen ein.
Entkohlungstiefe
Entkohlungstiefe
Senkrechter Abstand von der Oberfläche eines Werkstückes bis zu der Schicht, die durch ein zu verarbeitendes Grenzmerkmal der Entkohlung gekennzeichnet ist.
Erstmusterprüfbericht
Erstmusterprüfbericht
Festgelegtes Bemusterungsverfahren bei:
Lieferung eines Neuteils
Nach Zeichnungsänderung
Nach Änderung des Fertigungsprozesses
Nach Lieferunterbrechung (vom Kunden vorgegebener Zeitraum)
F
Fase
Fase
Abgeschrägte Bauteilkante
Fehler
Fehler
Jede Abweichung eines Merkmals eines Verbindungselementes von den Festlegungen einer Norm oder Bestellunterlagen (z.B. Zeichnung), nach der bestellt wurde.
Ferrit
Ferrit
Beständige feste Lösung (Mischkristall von einem oder mehreren Elementen in Alpha-Eisen.
Festigkeitsklassen
Festigkeitsklassen
Siehe Tabelle auf Fastenrath-Homepage unter Stichwort „Muttern“.
Finite Elemente
Finite Elemente
Dynamische Analyse von Spannungszuständen an Bauteilen durch Computersimulation. Das zu untersuchende Bauteil wird dabei in finite Elemente zerlegt. Ein Stab, Balken wird in 1D Elemente; eine Scheibe, Platte oder Schale in 2D-Elemente; eine Scheibe, Platte oder Schale in 2D-Elemente; ein Volumen in 3D-Elemente unterteilt.
Flankendurchmesser
Flankendurchmesser
Messgeräte zur Beurteilung der Toleranzlage von Gewinden. Mit speziellen Messzeugen prüft man einen imaginären Durchmesser an den Flanken des Gewindes.
Falnkendurchmesser metrisches Gewinde siehe DIN 13, Teil 20
Der Flankendurchmesser errechnet bei metrischem Gewinde aus:
Flankendurchmesser d2 = Gewinde – Nenndurchmesser d – 0.6495 x Steigung h-
Flanschmutter
Flanschmutter
Mutter mit vergrößerter Auflagefläche, in Sonderformen mit Sperrverzahnung gegen Lösen der Verbindung.
Fließpressen
Fließpressen
Das Fließpressen ist ein Kaltumformverfahren zur Herstellung von Hohl- oder Vollkörpern. Das Vormaterial wird bei Raumtemperatur unter hohem Druck mit einem Stempel durch eine Matrize gepresst. Dabei unterscheidet man Vorwärts- und Rückwärtsfließpressen. Für Produkte aus Stahl eignen sich besonders die St-Güten, Cq und QSt-Materialien mit niedrigem Kohlenstoffgehalt. Die Oberflächenqualität ist gut und eignet sich für weitere Oberflächenbehandlungen.
Fließverhalten
Fließverhalten
Umformbarkeit des Werkstoffes, ein fließzupressendes Material sollte mindestens 25 % Umformverhältnis ohne Rissbildung zulassen.
Flächenkorrosion
Flächenkorrosion
Gleichmäßige Flächenkorrosion
Diese gleichförmige Korrosion wirft im allgemeinen keine Probleme auf, da einer Schädigung des Bauteils durch eine entsprechende Schichtdicke der Korrosionsschutzschicht begegnet werden kann. Sie wird vielfach durch Kontakt mit der Atmosphäre oder konzentrierten Säuren verursacht.
Durch den gleichmäßigen Flächenabtrag sind die Korrosionsprodukte rechtzeitig erkennbar. Der Flächenabtrag ist gering und führt meist nur zu einem nachteiligen Oberflächenaussehen. Beispiele von Abtrag der Oberfläche in μm / Jahr:
Metall
Landluft
Stadtluft
Industrieluft
Meeresluft
Zink
1,0 – 3,4
1,0 – 6,0
3,8 – 19,0
2,4 – 15,0
Stahl
4,0 – 6,0
30,0 – 70,0
40,0 – 160,0
64,0 – 230,0
Flächenpressung
Flächenpressung
Zwei gegeneinander gedrückte und einander flächenhaft berührende Teile stehen unter Flächenpressung. Die zulässige Flächenpressung ist stark vom Belastungsfall (statisch, schwellend, wechselnd) abhängig. Bei Nieten und Schrauben bezeichnet man die Flächenpressung auch als Lochleibung.
FMEA
FMEA
Fehler- Möglichkeits- und Einfluss-Analyse. Durch eine analytische Untersuchung aller Arbeitsschritte, von der Konstruktion über alle Fertigungsprozesse bis zum fertigen Erzeugnis, kann vor Fertigungsbeginn das Risiko des Auftretens von Fehlern bewertet und entsprechend eine Abstellmaßnahme geplant werden. Die Bearbeitung erfolgt heute mit wissensblasierten Systemen, die dem CAQ-System angegliedert sind.
G
Gefüge
Gefüge (Struktur)
Metallische Werkstoffe weisen je nach Herstellungsart unterschiedliche Gefüge auf. In einem gleichmäßigen Gefüge bilden die Metallkristalle ein regelloses Haufwerk; eine besondere Ausrichtung - etwa nach einer Kaltumformung - bezeichnet man als Textur. Das Gefüge lässt sich am Schliffbild - einer geschliffenen, polierten und geätzten Schnittfläche - beurteilen. Für Stahl gehen aus dem Eisen-Kohlenstoff-Diagramm typische Gefüge z. B. Ferrit, Austenit, Perlit, Martensit, Bainit, usw. hervor.
Gewinde
Gewinde
Versieht man einen zylindrischen Körper mit einer Nut, die sich pro Umdrehung mit einem definierten Maß (Steigung) in axialer Richtung bewegt, entsteht ein Gewinde. Mit Gewinden können Bauteile befestigt oder drehende Bewegung in geradlinige umgesetzt werden. Dazu sind immer ein Innen- und Außenteil notwendig. Beim Befestigungsgewinde sind dies Schraube und Mutter bzw. ein mit Innengewinde versehenes Formteil. Um ein selbstständiges Lösen zu erschweren, verwendet man für Befestigungsgewinde eingängige Spitzgewinde. Trapez- oder Sägegewinde, setzten drehende in geradlinige Bewegungen um. Metrisches ISO-Gewinde ist nach DIN 13 genormt.
Gewindearten
Gewindearten
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Befestigungs- und Bewegungsgewinde. Als Befestigungsgewinde dienen in der Regel Spitzgewinde, während neben dem Trapezgewinde als häufigsten Bewegungsgewinde noch Rundgewinde oder Flachgewinde zum Einsatz kommen. Einen Sonderfall bildet das Sägengewinde, bei dem die durch den Mutteranzug hervorgerufenen Axialkräfte nur zu einem geringen Anteil in Radialkräfte umgewandelt werden.
Metrische und sonstige Gewindearten (Auszug)
Metrisches ISO- Regelgewinde DIN 13-1
Metrisches ISO- Feingewinde DIN 13-2 bis 11
Metrisches MJ- Gewinde DIN ISO 5855, Luft- und Raumfahrt
Metrisches ISO- Regelgewinde DIN 8140-2 (Aufnahmegewinde für Gewindeeinsätze
Metrisches ISO- Feingewinde DIN 8140-2 (Aufnahmegewinde für Gewindeeinsätze
Metrisches ISO- Trapezgewinde DIN 103
Flaches Trapezgewinde DIN 380
Trapezgewinde für Schienenfahrzeuge DIN 263
Gerundetes Trapezgewinde für Schienenfahrzeuge DIN 30295
Rundgewinde DIN 405-1
Rundgewinde mit großer Tragtiefe DIN 20400
Rundgewinde für Atemschutzgeräte DIN 3182-1
Rundgewinde für Kraftfahrzeuge DIN 70156
Elektrogewinde für Sicherungen und Lampensockel DIN EN 60399
Gewindeformen
Gewindeformen
Spanlose Fertigung von Innengewinden. Ein spezieller Former, ähnlich dem Gewindebohrer formt das Profil unter Drehbewegung in eine zylindrische Bohrung.
Gewindeherstellung
Gewindeherstellung
Gewinde lassen sich spanlos oder spanend herstellen. Das spanlose Verfahren gewinnt zunehmend an Bedeutung, weil es technische Vorteile (glatte Oberfläche, erhöhte Festigkeit, ungebrochene Werkstofffaser) mit hoher Leistung verbindet. Außengewinde werden gewalzt, Innengewinde geformt. Dabei verdrängt das Werkzeug den Werkstoff durch Formen eines Profils vom Gewindegrund in die Gewindespitzen. Bei der spannenden Fertigung eines Gewindes wird das Gewindeprofil von formgerechten Werkzeugschneiden aus dem Werkstoff herausgearbeitet, z.B. Gewindebohrer für Innengewinde, Schneideisen für Außengewinde oder Drehstahl für Innen- und Aussengewinde.
Gewindeschneiden
Gewindeschneiden
Spanabhebende Verfahren zum Einbringen von Profilrillen auf einen Außendurchmesser bzw. in eine Bohrung. Die Profilrille entspricht der Kontur des Gewindes.
Die bekanntesten Verfahren:
Schneideisen oder Schneidkluppe
Gewindedrehen auf Drehbank mit leitspindel
Gewindefräsen
Gewindeschleifen
Gewindebohrer
Gewindesicherung
Gewindesicherung
1. Sicherung durch Setzen
Durch federnde Elemente wie; Federringe, Federscheiben, Zahnscheiben, Fächerscheiben oder Spannscheiben als Bestandteil der Schraubenverbindung kann der mögliche Abfall der Vorspannkraft reduziert werden. Die genannten Elemente haben aber nur bei kleinen Vorspannkräften ausreichend große Federwege. Deshalb ist ein Einsatz < 8.8 sinnvoll.
2. Sicherung gegen Verlieren durch formschlüssige Elemente
Mechanische Fixierung der Gewindeverbindung: Scheibe mit Außennase (zum Hochklappen), Kronenmutter, Schraube mit Splint oder Drahtsicherung.Verliersicherungen verhindern das vollständige Auseinanderdrehen, Vorspannkraft kann gegen Null gehen, da die formschlüssigen Elemente erst wirken, wenn sie zur Anlage kommen am Splint, Draht oder Blech.
3. Sicherung gegen Verlieren durch klemmende Elemente
Sicherungselemente sind: Sechskantmutter mit Klemmteil (nichtmetallischer Einsatz oder gezielter Verformung der Mutter), wendelförmige Gewindeeinsätze, Schrauben mit Kunststoffbeschichtung im Gewinde. Klemmende Elemente üben auf die Gewindeflanken zusätzlichen Druck aus. Bei Relativbewegungen stellt sich zwischen innerem Losdrehmoment und Klemm-Moment ein Gleichgewicht ein. Dadurch kommt der Losdrehvorgang zum Stillstand. Einsatz je nach Ausführung auch für die höheren festigkeitsklassen.
4. Sicherung gegen Losdrehen durch sperrende oder klebende Elemente
Die Losdrehsicherungen halten annähernd die Vorspannkraft durch Sperrverzahnung an der Auflagefläche oder Schrauben mit mikroverkapseltem Kleber. Die Sperrverzahnung blockiert das innere Losdrehmoment, Einsatz bei den oberen Festigkeitsklassen, aber nicht auf gehärteten Oberflächen. Die klebenden Elemente bewirken im Gewinde einen Formschluß, der Relativbewegungen quer zur Schraubenachse verhindert. Für alle Festigkeitsklassen geeignet.
Gewindesteigung
Gewindesteigung
Die Schraubenlinie des Gewindes entsteht, wenn sich ein Punkt an einem sich drehenden Zylinder gleichmäßig in axialer Richtung bewegt. Die axiale Verschiebung bei einer Umdrehung ist die Steigung.
Gewindewalzen
Gewindewalzen
Spanlose Herstellung von Außengewinden. Unter Verwendung von flachen oder Rollbacken erfolgt das Formen des Gewindes durch Hindurchrollen des Werkstückes unter starkem Druck.
Gleitmodul
Gleitmodul
Das Gleit- oder Schubmodul ist ein Wert für das Gleiten im Gefüge eines Metalls nach den Vorgaben des Hookschen Gesetzes. Das Gleitmodul steht in Relation zum Elastizitätsmodul, für Stahl: G = E/(2 (1 + 0,3))
Glühen
Glühen
Wärmebehandlungen, mit denen man Werkstoffeigenschaften verändern kann.
Für Stahl kommen zur Anwendung:
- Spannungsarmglühen
Innere Spannung, die beim Abkühlen eines Werkstücks auftreten, werden mit diesem Glühverfahren abgebaut.
- Rekristallisationsglühen
Hier wird der Stahl über seine Rekristallisationstemperatur hinaus erwärmt, damit eine Umbildung des Kristallgitters stattfinden kann. Diese Wärmebehandlung kommt vorwiegend nach starker Verformung zum Einsatz.
- Weichglühen
stellt einen, für die Weiterverarbeitung günstigen, weichen Zustand her. Dabei werden auch Zementitteilchen kugelig eingeformt (GKZ-Glühen).
- Normalglühen
stellt ein gleichmäßiges und feinkörniges Gefüge mit Perlitanteilen ein.
- Grobkornglühen
dient zur Erzielung eines groben Korns. Hierdurch wird die Spanbarkeit verbessert.
- Diffusionsglühen
ermöglicht die Beseitigung örtlicher Konzentrationsunterschiede (®Seigerung).
Grenzmaße
Grenzmaße
Grenzmaße sind Mindestmaße oder Höchstmaße, zwischen denen die Istmaße entsprechend den statistischen Berechnungen für Eingriffsgrenzen liegen müssen.
H
Hutmuttern
Hutmuttern
Hutmuttern sind nur von einer Seite auf den Gewindebolzen aufschraubbar, die zweite Seite ist durch einen "Hut" abgedeckt. Dies dient dem Schutz der Schraubverbindung, aber auch dekorativen Zwecken.
Es gibt zwei gängige Verfahren zur Herstellung:
- Aufschweißen eines tiefgezogenen Blechteils auf eine Mutter
- Herstellung als Klaltfließpressteil mit Gewindesackloch
Härtemessverfahren
Härtemessverfahren
In der Technik bezeichnet man als Härte eines Werkstoffes den Widerstand, den er dem Eindringen eines Prüfkörpers entgegensetzt. Man unterscheidet statische und dynamische Verfahren zur Härtemessung. Im Allgemeinen prüft man je nach Härte, Werkstoff, Form und Größe des Werkstückes die Härte nach:
- Brinell
Eine gehärtete Stahlkugel mit Durchmesser 2,5, 5 oder 10 mm wird in die glatte Oberfläche des Werkstückes eingedrückt und der Durchmesser des auf der Oberfläche entstandenen Kugeleindruckes gemessen. Das Verfahren kommt nur für ungehärtete Werkstoffe zum Einsatz.
- Vickers
Bei der Vickersprobe wird die Spitze einer vierseitigen Diamantpyramide in die Oberfläche des Werkstückes gedrückt. Zur Bestimmung der Eindruckoberfläche misst man die beiden Diagonalen des Eindruckes. Der Mittelwert beider Maße wird bei der Berechnung zugrunde gelegt.
- Rockwell
Bei der Prüfung nach Rockwell wird ein Körper in zwei Stufen in die Oberfläche des Werkstückes gedrückt. Beim gängigsten Verfahren verwendet man ein Diamantkegel mit 120° Kegelwinkel als Eindringkörper. Der Härtewert ist auf der Skala des Härtemessgerätes direkt ablesbar.
Härten
Härten
Härten von Stahl
Wärmebehandlung, bestehend aus Austenitisieren und schnellem Abkühlen unter solchen Bedingungen, dass eine Härtezunahme durch mehr oder weniger vollständige Umwandlung des Austenits in Martensit und gegebenenfalls Bainit erfolgt.
I
IMDS
IMDS
Internationales Material - Daten System
Im Auftrag der acht Automobilhersteller Audi, BMW, Daimler-Chrysler, Ford, Opel, VW und Volvo hat ein Softwarehaus ein System entwickelt, mit dem man alle bei der Herstellung von Fahrzeugen verwendeten Materialien über Internet zusammenstellen kann. Diesem Kreis ist mittlerweile auch Fiat beigetreten. Damit trägt man den Forderungen der EU-Altautoverordnung Rechnung, bestimmte Stoffe bei der Herstellung von Fahrzeugen nicht mehr einzusetzen und stufenweise bis 2015 95% Recycling zu betreiben.
Induktionshärtung
Induktionshärtung
Härten mit einem auf die Randschicht beschränkten Austenitisieren. Bei Induktionshärten wird die Wärme nicht von außen zugeführt, sondern durch hochfrequente, elektrisch indizierte Wirbelströme im Werkstück erzeugt. Die Erwärmung beruht auf dem Widerstand gegen das ständige Ummagnetisieren der Werksotffkristalle in der Außenschicht.
Interkristalline Korrosion
Interkristalline Korrosion
Bezeichnung für den Kornzerfall eines Metalls durch Korngrenzenkorrosion. Korrosion, bei der Flüssigkeiten bevorzugt die Korngrenzen schnell und tief angreifen. Es lösen sich Körner aus ihrem Verband das Metall verliert sein Zusammenhalt. Diese Art der Korrosion ist besonders gefährlich, da sie oft erst erkannt wird, wenn der Werkstoff bereits zerstört ist.
ISO
ISO
International Organization for Standardization Internationale Normungsorganisation
J
K
Kalibrieren
Kalibrieren
Beim Kalibrieren von Prüfmitteln erfolgt kein Eingriff am Prüfmittel. Es wird festgestellt, wie groß die Abweichung zwischen einem als richtig geltenden wert (Prüfnormal) und dem tatsächlichen Wert am Prüfmittel ist. Diese bezeichnet man als festgestellte systematische Abweichung. Liegt diese Abweichung innerhalb festgelegter Grenzen, erfolgt die Freigabe des Messmittels zur weiteren Verwendung.
Kaltfließpressen
Kaltfließpressen
siehe: Fleißpressen
Kaltstauchstahl
Kaltstauchstahl
Kaltstauchstahl zeichnet sich durch gute Kaltumformbarkeit, gute Oberflächenbeschaffenheit und je nach der Stahlsorte eine dem Umformverfahren angepasste, gegebenenfalls durch eine besondere Glühbehandlung erreichte niedrige Ausgangsfestigkeit aus.
Kaltverfestigung
Kaltverfestigung
Restigkeitssteigerung durch eine Kaltumformung. Die Festigkeitssteigerung bei steigender Kaltumformung ist auf zunehmende Blockierung der Gleitebenen durch örtliche Raumgitterstörung im Gefüge zurückzuführen.
Karbonitrieren
Karbonitrieren
Thermochemisches Behandeln eines Werkstückes zum Anreichern der Randschicht mit Kohlenstoff und Stickstoff. Beide Elemente befinden sich danach im Austenit in fester Lösung.
Siehe: Einsatzhärten
Kesternich
Kesternich
Korrosionstest, Beanspruchung in Kondenswasser-Wechselklima mit schwefelhaltiger Atmosphäre.
kfz
kfz
Abkürzugn für kubisch- flächen- zentriertes Metallgitter. Würfelförmiges (Kubus) Metallgitter, bei dem zusätzlich zu den 8 Atomen an den Ecken im Schnittpunkt der Flächendiagonalen weitere Atome angeordnet sind. Man nennt es auch 14-Punkt-Gitter.
Kontaktkorrosion
Kontaktkorrosion
Korrosion durch Berührung verschiedener Legierungen mit ausreichendem elektrochemischem Potential und Anwesenheit eines Elektrolyten. Die unedlere Legierung bildet dabei die Anode, an der Korrosion auftritt.
Schrauben und Muttern sollten deshalb aus dem gleichen Material wie die zu verbindenden Bauteile bestehen. Ist dies nicht möglich, sollte man edleres Metall für die Verbindungselemente verwenden.
Diese Korrosinart findet im umgekehrten Fall Anwendung zum Schutz von Bauteilern, in dem man Opferanoden installiert, z. B. bei Heizungsanlagen in Warmwasserbehältern.
Korrosion
Korrosion
In DIN EN ISO 8044 werden die in der Korrosions- und Korrosionsschutztechnik üblichen Begriffe definiert. Danach versteht man unter Korrosion die „Reaktion eines metallischen Werkstoffs mit seiner Umgebung, die eine messbare Veränderung des Werkstoffs bewirkt und zu einer Beeinträchtigung der Funktion eines metallischen Bauteils oder eines ganzen Systems führen kann“. Bei Metallen unterscheidet man im wesentlichen drei große Gruppen von Korrosionsreaktionen:
Chemische Reaktion
Chemisch-metallphysikalische Reaktion
Elektrochemische Reaktion
In den meisten Fällen ist die Reaktion elektrochemischer Natur. Dabei kommt es zu Reaktionen von Metallen mit elektrolytisch leitenden Medien (z. B. wässrige Lösungen und Salzschmelzen). Das elektrochemische Korrosionselement besteht aus einer anodischen und einer kathodischen Fläche, die elektronenleitend miteinander verbunden sind und von demselben Elektrolyt benetzt sein müssen. Der Korrosionsstrom (im Metall als Elektronenstrom, im Elektrolyten als entgegenfließender Ionenstrom) fließt zwischen Anode und Kathode wobei der unedlere Werkstoff immer die Anode bildet, an der die Korrosion auftritt.
Korrosionsarten ohne mechanische Beanspruchung
- Flächenkorrosion
Ungefährlichste Art der Korrosion, da sie gleichmäßig auf der Fläche abträgt
- Lochkorrosion
Läuft in chlorionenhaltigen Elektrolyten nur an örtlich eng begrenzten Stellen ab und führt zu Lochfraß. Dabei kann innerhalb kurzer Zeit an kleine, runden Angriffstellen der gesamte Werkstoff durchdrungen werden.
- Spaltkorrosion
Örtlich verstärkte Korrosion in Spalten, die entweder Werkstoff selbst aufweist oder durch Fügen mit anderen Bauteilen entstehen. Es kommt zu einem Oxydationsmangel in diesem Spalt, wobei selbst korrosionsbeständige Stähle ihre Passivität verlieren.
- Kontaktkorrosion
Korrosion durch Berührung verschiedener Legierungen mit ausreichendem elektrochemischem Potential und Anwesenheit eines Elektrolyten. Die unedlere Legierung bildet dabei die Anode, an der Korrosion auftritt. Schrauben und Muttern sollten deshalb aus dem gleichen Material wie die zu verbindenden Bauteilen bestehen. Ist dies nicht möglich, sollte man edleres Metall für die Verbindungselemente verwenden.
- Interkristalline Korrosion
Bezeichnung für den Kornzerfall eines Metalls durch Korngrenzenkorrosion. Korrosion, bei der Flüssigkeiten bevorzugt die Korngrenzen schnell und tief angreifen. Es lösen sich Körner aus ihrem Verband, das Metall verliert seinen Zusammenhalt. Diese Art der Korrosion ist besonders gefährlich, da sie oft erst erkannt wird, wenn der Werkstoff bereits zerstört ist.
- Transkristalline Korrosion
Sonderform der interkristallinen Korrosion, wobei die Korrosion bevorzugt durch das Korn verläuft.
Korrosionsarten bei zusätzlicher mechanischer Beanspruchung:
- Spannungsrisskorrosion
Rissbildung unter gleichzeitiger Einwirkung des Korrosionsmediums und äußerer oder innerer statischer Zugspannung. Schmale Risse weiten sich allmählich in die Tiefe, bis zum Bruch des Restquerschnittes.
- Reibkorrosion
Durch Reibung ausgelöste Korrosion, wenn zwei mit hoher Kraft aufeinander gepresste Flächen mit geringer Bewegung aufeinander gleiten oder abrollen. Der anfallende Anbrieb oxydiert in sauerstoffhaltiger Atmosphäre sehr stark. Man nennt dies auch Passungsrost.
Korrosionsprüfverfahren
Korrosionsprüfverfahren
Neben der zeitaufwendigen Freibewitterung haben sich zwei Verfahren zur beschleunigten Bewertung des Korrosionsverhalten etabliert:
- Salzsprühnebeltest nach DIN 50021
- Kesternich-Test nach DIN 50018
Beim Salzsprühnebeltest wird das Bauteil mit einer kontinuierlich versprühten, wässrigen Natriumchlorid-Lösung mit einer Massenkonzentration von 5 g/ 100 ml beaufschlagt. Die DIN beschreibt drei Prüflösungen, die zum Einstellen von unterschiedlichen pH-Werten verwendet werden:
- Reine Natriumchloridlösung mit Essigsäure zur Einstellen des pH-Wertes von 6,5-7,2 durch verdünnte Salzsäure
- Vermischung der Natriumchloridlösung mit Essigsäure zur Einstellung des pH-Wertes von 3,1-3,3
- Zusätzlich zur Mischung der Natriumchloridlösung mit Essigsäure wird Kupferchlorid hinzugefügt, was ebenfalls einen pH-Wert von 3,1-3,3 ergibt. Das Testergebnis drückt man in Stunden bis zum Auftreten von Korrosionsprodukten aus (Weißrost, Rotrost).
Der Kesternich-Test beschreibt eine Prüfung im Kondenswasser-Wechselklima mit Schwefelhaltiger Atmosphäre. Unter Aufheizen auf 40 °C und nachfolgendem Abkühlen auf Raumtemperatur wird 5 mal ein 24-stündiger Zyklus durchfahren. Danach entfernt man die Korrosionsrückstände, trocknet und bestimmt dann durch Wiegen der entstandenen Abtrag durch die Korrosion.
Korrosionsschutz
Korrosionsschutz
Unter Korrosionsschutz wird die Trennung des metallischen Werkstoffes vom angreifenden Medium durch Beschichtung und Überzüge verstanden.
Kriechen
Kriechen
Plastische, bleibende Verformung trotz ruhender Beanspruchung. Bei gleicher Spannung längt sich das Bauteil (z. B. Schraube) allmählich.
krz
krz
Abkürzung für kubisch- raum- zentriert
Würfelförmiges (Kubus) Metallgitter, bei dem zusätzlich zu den 8 Atomen an den Ecken im Schnittpunkt der Raumdiagonalen ein weiteres Atom angeordnet ist.
L
Lackkratzmutter
Lackkratzmutter
Mutter mit speziell geformter Auflagefläche, die bei Anziehen Lackauflagen auf der Bauteiloberfläche durchdringt und eine Masseverbindung zum Bauteil herstellt.
legierter Stahl
legierter Stahl
Nach ihrer chemischen Zusammensetzung teilt man die Stähle in unlegierte und legierte Stähle ein. Die wichtigsten Legierungselemente sind Al, B, Co, Cr, Cu, Mn, Mo, Ni, Pb, Se, Si, Te, Ti, V, W, Zr. Wenn der Stahl von wenigstens einem dieser Elemente Massenanteile enthält, die einen (in DIN EN 10 020) bestimmten Grenzwert überschreiten, spricht man von legierten Stahl. Die Grenzmassenanteile betragen z.B.: 1,65 % Mn 0,50 % Si 0,40 % für Pb und Cu 0,30 % für Cr und Ni 0,10 % für Al, Bo, Co, Se, Te, V, W 0,08 % Mo 0,06 % Nb
Abschrecken
Abschrecken
legierter Stahl
legierter Stahl
Nach ihrer chemischen Zusammensetzung teilt man die Stähle in unlegierte und legierte Stähle ein. Die wichtigsten Legierungselemente sind Al, B, Co, Cr, Cu, Mn, Mo, Ni, Pb, Se, Si, Te, Ti, V, W, Zr. Wenn der Stahl von wenigstens einem dieser Elemente Massenanteile enthält, die einen (in DIN EN 10 020) bestimmten Grenzwert überschreiten, spricht man von legierten Stahl.
Die Grenzmassenanteile betragen z.B.:
1,65 % Mn
0,50 % Si
0,40 % für Pb und Cu
0,30 % für Cr und Ni
0,10 % für Al, Bo, Co, Se, Te, V, W
0,08 % Mo
0,06 % Nb
M
Metrische Wende
Metrische Wende
Bekanntestes Befestigungsgewinde nach ISO/DIN. DIN 13, Blatt 19 beschreibt die Form des Metrischen Gewindes, Charakteristisch ist der Flankenwinkel von 60°. Als gängiges Passmaß zwischen Innen- und Außengewinde hat sich bei blanker, phosphatierter oder dünner galvanischer Beschichtung für die Mutter 6H und für den Bolzen 6g bewährt. Für dicke galvanische Überzüge setzt man 6G bei der Mutter und 6e für den Bolzen ein.
N
O
P
Passivierung
Passivierung
Durch chemische oder elektrochemische Prozesse erzielt man auf bestimmten Metalloberflächen porenfreie, oxydische Deckschichten, die die Korrosionsgeschwindigkeit erheblich reduzieren.
Phosphatieren
Phosphatieren
Unter Phosphatieren versteht man das Behandeln von Metallen mit saurer, phosphathaltigen Lösungen, um auf ihrer Oberfläche eine Schicht zu erzeugen, die im wesentlichen aus Phosphaten besteht.
Zur Anwendung kommen Mangan- oder Zinkphosphate. Allgemein als guter Haftgrund für Anstriche gedacht, verwendet man die stark mikroporöse Oberfläche auch zur Verbesserung der Gleiteigenschaften, da die Phosphatschicht als Trennschicht wirkt und Schmiermittel sehr gut festhält.
Dieser Effekt wird auch bei der Kaltverformung von Stahl genutzt.
Q
R
Reibungsmoment
Reibungsmoment
Moment, das infolge der Reibung (z.B. zwischen Schraube und Mutter) als mechanischer Widerstand gegen Drehen auftritt.
Rockwellhärte
Rockwellhärte
siehe: Härtemessverfahren
S
Schwingungsriss-Korrosion
Schwingungsriss-Korrosion
siehe: Spannungsrisskorrosion
Sendzimir-Verfahren
Sendzimir-Verfahren
Spezielles Verfahren zum Durchlaufverzinken von Kaltband, benannt nach seinem Erfinder. Die kaltgewalzten, Bänder werden zu einem endlosen Band verschweißt und durchlaufen kontinuierlich einen Ofen mit leicht oxidierender Atmosphäre, in dem das auf dem Band befindliche Fett entfernt, das Band geglüht und schwach oxidiert wird. Anschließend tritt das Band in einen mit Wasserstoff-Stickstoff-Atmosphäre gefüllten Ofen ein, in dem die Oxide während der Wärmebehandlung reduziert werden. Danach gelangt es sofort in das Zinkbad. Aluminium-Zugaben unterdrücken die Bildung einer harten Zink-Eisen-Zwischenschicht. Das senkrecht austretende oberflächenveredelte Band kühlt an der Luft ab. Das Band lässt sich umformen, ohne dass die Beschichtung abspringt.
Shore-Härte
Shore-Härte
Verfahren zur Prüfung von weichen, elastischen Werkstoffen (z.B. Dichtungen). Man ermittelt die Rücksprunghöhe eines Kopfbolzens, der aus 250 mm Höhe auf die Probenoberfläche fällt. 177 mm Rücksprunghöhe entsprechen 100 Shore-Einheiten.
Spaltkorrosion
Spaltkorrosion
siehe: Korrosion
Spannungsrisskorrosion
Spannungsrisskorrosion
siehe: Korrosion
Steckgrenze
Steckgrenze
Die Steckgrenze ist die Spannung, bei der bei zunehmender Verlängerung die Zugkraft erstmals gleichbleibt oder abfällt. Kommt es bei Fließbeginn sogar zu einem Spannungsabfall, zeigt der Werkstoff eine obere -R(eh)- und eine untere R(el)- Streckgrenze (H= "high", L="low"). Diese werkstoffspezifische Größe wird im Zugversuch ermittelt.
T
Toleranz
Toleranz
Die Toleranz ist der Unterschied zwischen dem maximal zulässigen oberen Abmaß und dem maximal zulässigen unteren Abmaß. Häufig sind Toleranzen einseitig durch das Nullmaß begrenzt.
Torsion
Torsion
Beanspruchung, die durch ein Moment ausgelöst wird. Dabei wirkt eine Kraft in Umfangsrichtung eines Körpers und verdreht ihn um seine Längsachse.
U
V
Vergüten
Vergüten
Aus Härten und Anlassen bestehende Wärmebehandlung, bei Stahl meist oberhalb 550 °C. Ziel ist es, durch Gefügeveränderungen die Festigkeit und/oder die Zähigkeit zu erhöhen. Mit zunehmender Anlasstemperatur bzw, -dauer fällt die Festigkeit und steigt die Zähigkeit.
Verzinken
Verzinken
Oberflächenveredelung von Stahl zum Schutz gegen Korrosion. Man unterscheidet das: - Feuerverzinken (Tauchverfahren) - Spritzverzinken - Galvanisches Verzinken. Beim Feuerverzinken taucht man die Werkstücke in erwärmten, flüssigen Zink. Das Spritzverzinken eignet sich für die Fertigteile und Ausbesserungsarbeiten, aber auch für übergroße Stahlbauten, die auf der Montagestelle zu verzinken sind. Die Spritzpistole bläst die Schmelze eines kontinuierlich zugeführten Zinkdrahtes auf die Oberfläche. Beim Flammspritzen wird der Draht ein einer Gasflamme geschmolzen, beim Lichtbogenspritzen treffen zwei Drähte im Lichtbogen zusammen. Beim galvanischen Verzinken erfolgt in einem Bad unter Gleichstrom eine galvanische Abscheidung durch kathodische Reduktion des Zinks auf der Werkstückoberfläche. Dieser Vorgang ist die Umkehrung der Korrosionsreaktion, aus der Lösung des Salzes im Bad scheidet sich Zink unter Stromeinfluss ab.
Vickershärte
Vickershärte
siehe: Härtemessverfahren
W
Warmstreckengrenze
Warmstreckengrenze
Im Warmzugversuch ermittelte Streck- bzw. 0,2 %-Dehngrenze. Werte als Berechnungsgrundlage nur brauhbar bis zu Temperaturen, bei denen sich der Werkstoff langfristig so verhält wie beim Kurzzeit-Zugversuch. Die Grenztemperaturen von Stahl liegen bei ca. 350°C, bei Aluminium bei ca. 150 °C.
Wasserstoffversprödung
Wasserstoffversprödung
Eindiffundierender Wasserstoff bildet im Stahl Metallhydride, die zu Vesprödung bzw. zu gleitblockierenden Gitterverspannungen führen, was einen Spödbruch zur Folge haben kann. Außerdem kann er an sogenannten Inneren Oberflächen (Korngrenzen) zum H2-Molekül rekombinieren und dadurch den Werkstoff zusätzlich verspannen. Der - den Werkstoff schädigenden - Wasserstoff kann vom Stahl beim Beizen, Galvanisieren und Korrosion aufgenommen werden. Die Empfindlichkeit gegen Sprödbruch steigt mit zunehmender Festigkeit des Stahls. Besonders groß ist die Gefahr der Wasserstoffaufnahme bei der galvanischen Beschichtung, durch das vorgeschaltete Beizverfahren und die Beschichtung. Dies kann durch geeignete Nachbehandlung weitgehendst vermieden werden - Erwärmung auf 190-220 °C mit Haltezeiten von 2 bis 4 Stunden.
X
Y
Z
Zeitdehngrenze
Zeitdehngrenze
Spannung, die im Langzeitversuch bei höheren Temperaturen eine bleibende Dehnung bewirkt, z.B. nach 10.000 Std. 0,2 oder 1% Dehnung.
Zeitstandfestigkeit
Zeitstandfestigkeit
Spannung, die bei ruhender Beanspruchung nach einer bestimmten Versuchszeit, innerhalb eines definierten Temperaturbereiches zum Bruch führt.
Zug
Zug
Beanspruchungsart, bei der eine Kraft parallel zur Werkstückachse, senkrecht zum Querschnitt angreift und dabei zu einer Verlängerung führt.
Zugfestigkeit
Zugfestigkeit
Die Zugfestigkeit ist der Quotient aus der gemessenen Maximalkraft und dem Anfangsquerschnitt beim Zugversuch Rm = Fm/So in N/mm^2
Zugprobe
Zugprobe
Teststück für den Zugversuch. Meist allseitig bearbeiteter Rundstab, dessen Messlänge in definiertem Verhältnis zum Durchmesser der Proben steht. Zum Einsatz kommen Stäbe mit den Proportionen Lo = 5 x do, bzw. Lo = 10 x do.
Zugversuch
Zugversuch
Stabförmige Probe mit definiertem Querschnitt. So wird in der Zerreißmaschine mit langsam zunehmender Last Fm bis zum Bruch belastet.
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FASTENRATH
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